visarte wallis

…ins kroatische Brig

Künstler von visarte.wallis mit Eindrücken ihrer Reise aus Protest ins kroatische Brig

Kunstaktion führte ins fremde Brig

Brig

BRIG-GLIS | Oberwalliser Künstler haben im kroatischen Brig eine Ausstellung realisiert. Die Idee dazu entstand aus einer kritischen Diskussion heraus zu den Vorgaben der Triennale Wallis 2017. Wichtige Entscheidungsträger seitens kantonaler Kulturpolitik fehlten am Samstagabend im Zeughaus Kultur. Staatsrätin und Kulturdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten liess sich immerhin entschuldigen.

Es ging bei der Veranstaltung einerseits um die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle des Künstlers im heutigen Kulturbetrieb. Dies im Nachgang zur Manifestation von Oberwalliser Kunstschaffenden in Martinach anlässlich der Vernissage der Triennale 2017 Ende August. Die Oberwalliser Künstler hatten dort auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht und als Ziel mehr Anerkennung und Wertschätzung für ihr Schaffen gefordert. «Was hat die Aktion gebracht? Wo stehen wir, was haben wir erreicht und wohin wollen wir?», standen denn im Zeughaus als zentrale Fragen im Raum.

Dabei merkte man: Die Künstler haben mit Unterstützung Medienschaffender einen Stein ins Rollen gebracht. Abschliessende Antworten konnten sie keine liefern. Es seien zumindest Kontakte geknüpft worden mit den Kulturverantwortlichen. Es gilt, am Ball zu bleiben, um es im Sportjargon auszudrücken. Sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen, wäre falsch. Denn viel Nachhaltiges ist noch nicht erreicht. Immerhin steht ein Treffen mit der Staatsrätin und dem Dienstchef für Kultur an.

70 von 120 Einwohnern waren am Fest in der Ferne dabei

Reisen als zentrales Thema der Triennale inspirierte auch die Oberwalliser Kulturschaffenden. Dies bezeugten Koffern auf der Bühne. Diese waren mit anderen Werken und Künstlern ins kroatische Brig gereist.

Im Zeughaus hörte und sah man Eindrücke dieser Kunstreise ins kleine Dorf mit seinen 120 Einwohnern. Den Kunstschaffenden war dabei ebenfalls wichtig, ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Gegen 70 Personen nahmen im fremden Brig am Fest zur Ausstellung OD BRIG – DO BRIG mit Wein und Raclette teil. Ein viel gehörter Vorwurf in Kulturkreisen lautet, dass Künstler nur in der Fremde wahrgenommen werden. Deshalb und weil sie an der Triennale zu kurz kamen, hatten sie die Reise unternommen.

Denise Eyer-Oggier führte gemeinsam mit Helga Zumstein durch den Abend. Sie gaben sich zufrieden mit dem Echo. Und erklärten als ein wichtiges Hauptziel, dass an der Triennale Wallis 2020 auch Oberwalliser zum Handkuss kommen.

Walliser Boter 16.10.2017

Spurlos vorhanden

Manifestation von Kunstschaffenden aus dem Oberwallis

Die Koffer zurückgelassen

Eine Handvoll Oberwalliser Kunstschaffender hat am Samstag an der Vernissage der Triennale 2017 ein sichtbares Zeichen gesetzt. Mit alten Koffern samt Aufklebern und einem Schriftzug. Ihr erklärtes Ziel: mehr Anerkennung und Wertschätzung für ihr Schaffen. Grund für die recht kurzfristig auf die Beine gestellte Aktion war, dass kein einziger Oberwalliser Künstler an der Triennale rund um die Autobahnraststätte dabei ist. 30 Künstler aus dem Unterwallis, der Restschweiz und dem Ausland sind dort vertreten und stellen ihre Werke in diesem doch eher widersprüchlichen Umfeld aus. Die A9-Autobahnraststätte ist Hauptort der vierten Triennale für zeitgenössische Kunst.

Staatsrätin und Kulturdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten gibt sich im WB-Interview überrascht über den speziellen Standort und das Manifest der Künstler aus dem Oberwallis. Die Kuratoren hätten für diese Triennale so entschieden, und vor drei Jahren in Turtmann seien die Oberwalliser gebührend zum Zug gekommen. Sie rät den Künstlern: «Sucht das Gespräch und macht nicht die Faust im Sack.»

Walliser Bote 28. August 2017

mehr dazu: WB Stammtisch und SRF Regional

Begegnungen mit Kunst

…gehen fast durchwegs in Galerien über die Bühne. Und nicht oft ist dort zu treffen, wer diese Kunstmachte.

Logisch ist, dass nicht jeder Kunstschaffende eine Ausstellung lang in einer Galerie zu weilen vermag, dass er dort Interessierten ständig Rede und Antwort stehen kann. Schliesslich müssen auch Künstlerinnen und Künstler arbeiten – auch in jenen Zeiten, in denen sie gerade irgendwo ihr Schaffen präsentieren.

An zwei Tagen während sechs Stunden

Begegnungen der persönlichen Art mit Kunst und Kunstschaffenden – diese Möglichkeit bietet die Vereinigung «visarte.wallis» Kunstinteressierten diesen Herbst während dreier Wochenenden. Im Unter- und Mittelwallis gehören die diesjährigen «Tage der offenen Ateliers» bereits der Vergangenheit an, im Oberwallis
stehen sie vor der Tür: Sieben Künstlerinnen und Künstler sind es, welche am kommenden Samstag und Sonntag in ihren Ateliers auf Besucherschaft warten.
Glaskünstler Bernd Kniel in Naters, die Kunstmalerinnen Denise Eyer-Oggier in Brig und Helga Zumstein in Glis sowie der Künstler Gustav Oggier in Turtmann öffnen am Wochenende zwischen 12.00 und 18.00 Uhr ihre Ateliers; gleich drei Kunstschaffende – Heinrich Gartentor, Sabina Kaeser sowie Rittiner&Gomez – ermöglichen zur selben Zeit Kunstfreundinnen und -freunden in den Räumlichkeiten des ehemaligen Hotels Post in Turtmann Einblicke in ihr kreatives Schaffen.

Wie eine Idee auf die Leinwand kommt…

Sehen, wo Kunst das Licht der Welt erblickt, riechen, was Farbtuben und Malmittel so an Geruch verbreiten, sich erklären lassen, wie eine Idee den Weg auf die weisse Leinwand findet, ins Gespräch kommen mit Leuten, die Kunst machen – all dies ist am Samstag und Sonntag angesagt.
Was dabei garantiert werden kann: Persönliche Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern sind stets anregend und bereichernd – und wer den Kunstschaffenden persönlich kennenlernen durfte, sieht dessen Werke dann später ein wenig anders als bis anhin.

walliserbote

Wochenende der offenen Ateliers

Einblick in Kunstwelten

Am Wochenende vom 6. und 7. Oktober 2012 öffneten Oberwalliser Künstler Im Rahmen von «Intérieur – Extérieur» die Türen zu ihren Ateliers. Viele Kunstinteressierte machten sich auf den Weg, um die Ateliers in Naters, Brig-Glis, Visp, Turtmann und Spiez zu besuchen.

Erstmals organisierte Visarte, der Berufsverband der visuell schaffenden Künstlerinnen und Künstler im Wallis, Tage der offenen Türen in den Ateliers seiner Mitglieder. Den Besuchern bot sich am vergangenen Wochenende eine gute Gelegenheit, das Schaffen der Oberwalliser Künstler/innen näher kennen zu lernen und mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen. Die Tage der offenen Ateliers erlaubten es, die Arbeitsstätten der Künstler zu erkunden sowie die Techniken, mit denen sie ihre Werke schaffen zu entdecken.

Die Route der offenen Ateliers im Wallis beinhaltete 32 Stationen im ganzen Kanton. An drei verschiedenen Wochenenden im September 2012 konnten bereits die Ateliers in Monthey, Martigny sowie Siders/Sitten und Umgebung besucht werden.

Der Anlass „Intérieur – Extérieur“ von Visarte Wallis wird ergänzt durch Plakate mit Atelierfotos im Weltformat, durch die Veröffentlichung eines Katalogs der Künstlerateliers und durch eine Gemeinschaftsausstellung in der Galerie de la Grenette in Sitten, die noch bis zum 14. Oktober 2012 zu sehen ist.

Folgende Oberwalliser Künstler luden am ersten Oktoberwochenende in ihre Ateliers ein: Denise Eyer-Oggier, Brig; János Németh, Visp; Rittiner & Gomez, Spiez; Bernd Kniel, Naters; Anette Kummer, Naters; Johannes Loretan, Brig-Glis; Nikolaus Loretan, Brig-Glis; Gustav Oggier, Turtmann; Herbert Theler, Visp